Freund/innen dieses Blogs

[property "statistics" is not defined for Site]

Letzte stories

Liebe Kobri

Danke für den guten Tip..werds glei... lili2004,2012.03.14, 15:09

Liebe Kobri!

Ganz liebe Geschichte, viel Natur und se... singbiene,2012.01.19, 09:37

Kapitel 10

Nach tagelanger Schwerstarbeit macht die... kobri,2012.01.02, 10:011 Kommentare

Schiefe Zähne

Ich hab mich bei meiner Zahnärztin... singbiene,2011.12.23, 15:02

Zahnregulierung

Hallo Mädels, könnt Ihr mir b... kobri,2011.12.22, 09:432 Kommentare

Kapitel 9

Die Reste unseres heutigen mediterranen... kobri,2011.12.21, 12:430 Kommentare

Kobri!

Danke für deinen Besuch bei mir. I... antiteilchen,2011.12.15, 19:14

Kobbri

antiteilchen,2011.12.15, 19:10

Kalender

Dezember 2011
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 2 
 3 
 4 
 5 
 7 
 8 
 9 
10
11
13
15
16
17
18
19
20
23
24
25
26
27
28
29
30
31
 
 

Suche

 

Aktuelle Blogs


    Susanne Po... (Aktualisiert: 24.5., 06:47 Uhr)
    CoraLino u... (Aktualisiert: 24.5., 06:21 Uhr)
    libelle26 (Aktualisiert: 24.5., 03:03 Uhr)
    stachelbee... (Aktualisiert: 24.5., 02:59 Uhr)
    Little mer... (Aktualisiert: 24.5., 02:33 Uhr)
    Gedankenlo... (Aktualisiert: 24.5., 01:34 Uhr)
    Hallo! (Aktualisiert: 23.5., 22:27 Uhr)
    minze (Aktualisiert: 23.5., 22:10 Uhr)
    Blog-Treff... (Aktualisiert: 23.5., 22:02 Uhr)
    oldmama (Aktualisiert: 23.5., 21:40 Uhr)
    hoffnung (Aktualisiert: 23.5., 21:33 Uhr)
    Ich liebe... (Aktualisiert: 23.5., 21:27 Uhr)
    wasserfee (Aktualisiert: 23.5., 20:49 Uhr)
    Lifestyle (Aktualisiert: 23.5., 19:39 Uhr)
    indian (Aktualisiert: 23.5., 19:24 Uhr)
    Sadee (Aktualisiert: 23.5., 17:21 Uhr)
    cora...der... (Aktualisiert: 23.5., 16:40 Uhr)
    paintinggi... (Aktualisiert: 23.5., 16:33 Uhr)
    Jackie Hec... (Aktualisiert: 23.5., 16:16 Uhr)
    kassandra (Aktualisiert: 23.5., 16:06 Uhr)
    flower (Aktualisiert: 23.5., 15:58 Uhr)
    fulmi (Aktualisiert: 23.5., 15:55 Uhr)
    missjuvavu... (Aktualisiert: 23.5., 14:38 Uhr)
    Freigeist... (Aktualisiert: 23.5., 14:08 Uhr)
    marieblue (Aktualisiert: 23.5., 13:39 Uhr)
    espresso14... (Aktualisiert: 23.5., 13:33 Uhr)
    alchemie (Aktualisiert: 23.5., 11:00 Uhr)
    Lili (Aktualisiert: 23.5., 10:32 Uhr)
    vadee (Aktualisiert: 23.5., 08:00 Uhr)
    We talk ab... (Aktualisiert: 23.5., 00:37 Uhr)
    theoneando... (Aktualisiert: 22.5., 22:06 Uhr)
    MacGregor (Aktualisiert: 22.5., 20:43 Uhr)
    FALLOW the... (Aktualisiert: 22.5., 17:18 Uhr)
    sandraimme... (Aktualisiert: 22.5., 15:56 Uhr)
    Sabine koc... (Aktualisiert: 22.5., 12:56 Uhr)
    My little... (Aktualisiert: 22.5., 11:02 Uhr)
    nicmum (Aktualisiert: 21.5., 22:10 Uhr)
    ercabi (Aktualisiert: 21.5., 21:59 Uhr)
    jbj69 (Aktualisiert: 21.5., 21:00 Uhr)
    matoga (Aktualisiert: 21.5., 20:54 Uhr)
    transakt (Aktualisiert: 21.5., 18:25 Uhr)
    welle (Aktualisiert: 21.5., 17:38 Uhr)
    gabrielle (Aktualisiert: 20.5., 16:48 Uhr)
    Antiteilch... (Aktualisiert: 20.5., 07:52 Uhr)
    eliza (Aktualisiert: 20.5., 01:47 Uhr)
    josie (Aktualisiert: 20.5., 01:41 Uhr)
    zuckerfrea... (Aktualisiert: 19.5., 15:20 Uhr)
    kampfdembu... (Aktualisiert: 18.5., 12:43 Uhr)
    LÖWIN (Aktualisiert: 18.5., 12:23 Uhr)
    bibi (Aktualisiert: 17.5., 22:40 Uhr)
Mittwoch, 14.12.2011, 13:37
Die Sonne brennt heiß, die Luft flimmert und kein Windhauch bewegt heute die Blätter. Mein Blick schweift umher und bleibt an Paul hängen.
Da liegt er nun, lang gestreckt auf der Liege und lässt sich die Sonne auf den Pelz scheinen. Ich sehe ihn friedlich schlafend, seinen nackten Luxuskörper der prallen Sonne aussetzend. Na, wenn das keinen Sonnenbrand gibt! Vor allem seine edelsten Teile tun mir jetzt schon leid. Allerdings erspart mir eine Blessur eben dieser Teile zumindest heute die spätabendliche Frage: „Na, wie schaut´s denn heute aus?“
Das ist nämlich für mich das Stichwort, in erotische Unterwäsche zu schlüpfen und meinen Mann zu verführen. Weil er trotz oftmaliger Vermittlungsversuche meinerseits immer noch auf seinem Standpunkt beharrt, dass, wenn Mann Lust auf Sex hat, Frau in Aktion treten muss. Egal, ob Frau müde und ermattet auf dem Sofa vor dem Fernseher schläft oder vielleicht selbst gerne verführt werden möchte.

Vergessen ist all der Kummer und die Qualen der letzten Jahre.
Fast, weil das dicke Bein noch an Pauls Operation vor einem Jahr erinnert.
Die Diagnose Prostatakrebs traf uns damals wie ein Bombenanschlag. Bei einer routinemäßigen Untersuchung wurde ein Tumor festgestellt. Den positiven Befund erhielt Paul eine Woche vor Weihnachten.
Als Behandlungsmöglichkeiten kamen Bestrahlungen in Frage, wovon aber aufgrund des noch jungen Alters von 55 Jahren eher abgeraten wurde.
Wollte Paul noch lange leben, führte der Weg an einer operativen Entfernung des Lustorgans nicht vorbei.
Die möglichen Folgen von Harninkontinenz und Impotenz wurden meinem Mann im gleichen Atemzug mitgeteilt. Ein paar Tage Bedenkzeit erhielt er allerdings.

In diesen 4 Tagen traf uns die Hilflosigkeit mit voller Wucht.
Paul verbrachte Stunden im Internet, las Erfahrungsberichte Betroffener, recherchierte das Pro und Kontra aller möglichen Operationsmethoden, vergrub sich in Statistiken und errechnete seine Überlebenschancen.
In dieser Zeit hatte ich keinerlei Zugang zu ihm. Er schloss sich in sich selbst ein und mich dabei völlig aus.
Trotz vieler Beteuerungen meinerseits, in jedem Fall seine Entscheidung und die, sich daraus ergebenden Folgen mit zu tragen, bekam ich stets zu hören: „Diesen Entschluss muss ich mit mir ganz alleine ausmachen. Du wirst dich dann sowieso von mir trennen und einen jüngeren potenten Mann suchen.“
Solche Aussagen trafen mich wie die Faust ins Gesicht! Ich kann nicht verstehen, warum das gesamte männliche Selbstbewusstsein von ihrer Potenz abhängt.
Ich konnte argumentieren, wie ich wollte, Paul ließ mich nicht an sich heran. Er regelte finanzielle Angelegenheiten und vergrub sich in seine Arbeit.
Er verweigerte mir jegliche Einflussnahme in seine Entscheidung.

Am 23. Dezember entschloss er sich dann endgültig die Operation vornehmen zu lassen.
Aus Rücksicht seiner Familie und mir gegenüber wurde der Termin mit 2. Jänner festgesetzt. So konnten wir noch den Weihnachtsabend und den Jahreswechsel gemeinsam verbringen.
In unseren Köpfen brodelte der Wunsch nach wilden erotischen Nächten, quasi auf Vorrat.
Doch die Angst und Ungewissheit lähmte uns. Die Feiertage zogen nahezu unbemerkt an uns vorbei, Sylvester prosteten wir uns mit Mineralwasser zu und waren unendlich traurig.

Von Sex und Erotik träumten wir höchstens, aktiv werden konnten wir beide nicht.

Am 1. Jänner ging Paul ins Krankenhaus, wurde am 2. Jänner operiert und blieb 2 Wochen. Ich besuchte ihn mehrmals täglich, aber statt aufmunternder Worte fanden nur Tränen den Weg aus meinem Inneren.
Nach 3 Tagen auf der Intensivstation ging es ihm gesundheitlich besser, seelisch sah es anders aus. Obwohl der behandelnde Arzt immer wieder erklärte, er habe Potenz erhaltend operieren können, d.h. die entscheidenden Nervenbahnen nicht durchtrennt, litt Paul schrecklich unter der Situation.
Die Prostata samt angedocktem bösartigem Tumor musste entfernt werden. Die Lymphknoten im Becken wurden auch herausgenommen und daher kann die Lymphflüssigkeit nicht schnell genug abgebaut werden.
Deshalb bleibt das linke Bein mehr oder weniger dick angeschwollen. Das wird so bleiben, daran konnte auch die wochenlange Behandlung durch Lymphdrainage nichts ändern.

Hätte uns jemand vor der Operation gesagt, dass ein dickes Bein die einzige Spätfolge bleiben wird, wäre das folgende halbe Jahr schneller vergangen. So lange hat es nämlich gedauert, bis klar war, dass Pauls Potenz tatsächlich nur vorübergehend blockiert war. Aber das konnte, und wollte uns niemand vorhersagen.
Ebenso wenig war sicher, dass keine ständige Harninkontinenz bleiben würde. Die Panik davor lebenslang Windeln tragen zu müssen, legte sich erst, als der Katheter entfernt war. Tag für Tag wurden die Intervalle zwischen den Toilettengängen länger und bald verschwand auch seine Unsicherheit sich nass zu machen.

Wie groß muss doch die Angst vor Krebs sein, dass Mann all diese eventuellen Nebenwirkungen in Kauf nimmt?
Ich glaube nicht, dass ich den Mut zu dieser Operation gehabt hätte.

Nach und nach hob sich auch die Laune meines Helden wieder. Die Ergebnisse der Nachuntersuchungen und die Blutwerte waren sehr gut und Paul begann wieder aufzuleben.
Er stürzte sich in die Arbeit, saß bald wieder im Sattel seines Pferdes und konzentrierte sich allabendlich darauf sein bestes Stück aufzurichten. Dabei ließ er keine Potenzpille, die es auf dem Markt gibt, unversucht. Trotzdem sein Arzt einfach nur zur Geduld mahnte, schluckte er alle Medikamente, die er bekommen konnte und dann begann der Tanz mit der Stoppuhr.
„Bei diesem Medikament müssen wir in einer Stunde mit dem Geschlechtsverkehr beginnen, der kann dann bis zu 3 Stunden dauern.“

Reine Theorie, wie sich herausstellte.

Wochenlang tat sich zu wenig um überhaupt an ein Eindringen zu denken, kleinste Versteifungsanzeichen fielen meist rasenden Kopfschmerzen zum Opfer. Die Nebenwirkungen der Potenzpillen eben. Sämtliche Aktivitäten im Bett konzentrierten sich nun ausschließlich auf Paul. Meine Gefühle und Empfindungen interessierten ihn vor der Operation nicht besonders, aber danach war ich als Frau praktisch überhaupt nicht mehr existent. Einzig mein Körper hatte zu funktionieren.

An manchen Tagen musste ich mir sogar den Vorwurf gefallen lassen, dass der Einsatz von 12,-- für die Tablette mangels Engagement meinerseits eine unnötige Investition darstellte.
Kurzum, es klappte nicht und ich zweifelte von Tag zu Tag mehr, ob ich mit diesem Mann den Rest meines Lebens verbringen wollte. Es ist für mich schon selbstverständlich, auch – und besonders - in schwierigen Zeiten zu meinem Partner zu stehen, aber auch ich bin nicht grenzenlos belastbar.

Eines Tages – genervt ob des wenig romantischen Trainings – forderte ich vehement und kompromisslos die sofortige Absetzung der medikamentösen Hilfsmittel und setzte fortan auf die Wirkung von Liebe und Erotik. Gelegentlich unterstützt von appetitlichen Dessous oder unappetitlichen Pornofilmen.
Und siehe da, Mitte Juni hatten wir zum ersten Mal wieder ganz normalen Geschlechtsverkehr.

Leider – denn seither ist mein Held seelisch und körperlich wieder obenauf und wir haben wieder unseren langweiligen 0815 Geschlechtsverkehr wie vor der Operation.
Den Vergleich mit einem Walrossbullen, der sich wie ein Panzer auf die arme Walrosskuh wälzt bringe ich einfach nicht aus dem Kopf.

Nun, um ehrlich zu sein, fand ich unsere Übungswochen vergleichsweise gar nicht so schlecht.


 
Kobbri

 
Kobri!
Danke für deinen Besuch bei mir.

Ich schreib sicher bald wieder was, denn wie ich meine Familie kenne gibt's bald wieder etwas das sich lohnt aufgeschrieben zu werden.

Das muss eine furchtbare Zeit für euch gewesen sein. Gottseidank ist alles gut ausgegangen.

GlG vom Teilchen